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„Demokratie braucht Mut. Wir bilden ihn“: katho auf dem NRW-Tag 2026 in Münster gut vertreten

Zum diesjährigen NRW-Tag kamen von Freitag bis Sonntag hunderttausende Menschen aus Münster und ganz NRW in die Innenstadt, um Demokratie und Vielfalt zu feiern. Auf der Wissenschaftsmeile war auch die katho mit einem Messestand vertreten. Die Hochschule bereicherte das Bühnenprogramm mit einer Talkrunde sowie der Präsentation ausgewählter Projekte.

Hoher Besuch auf der Wissenschaftsmeile: Prodekanin Andrea Tafferner im Gespräch mit dem NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst. (Foto: M. Sprink) - Weitere Fotos finden Sie unten in einer Bildergalerie.

Mit einer ersten Talkrunde auf der Bühne der Wissenschaftsmeile des NRW-Tages in Münster startete die katho am Freitagnachmittag (28. August) in den NRW-Tag, auf dem in diesem Jahr zugleich der Landesgeburtstag „80 Jahre Nordrhein-Westfalen“ gefeiert wurde.

Wie sich Soziale Arbeit, Christentum und Islam gemeinsam für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft engagieren, darüber sprachen die Rektorin der katho, Prof.in Dr.in Barbara Schermaier-Stöckl, der Leiter des Katholischen Büros in NRW, Dr. Antonius Hamers, und der Dekan der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster, Prof. Dr. Mouhanad Khorchide.

Prof. Dr. Sebastian Laukötter (katho, Standort Münster) moderierte die kurzweilige Gesprächsrunde, von der die klare Botschaft ausging: Für den Zusammenhalt einer pluralistischen Gesellschaft und zur Verbesserung prekärer Lebenssituationen braucht es gute politische Rahmenbedingungen, wissenschaftliche Grundlagenforschung und die Zusammenarbeit mit Praktiker_innen der Sozialen Arbeit. Der katho-Slogan für den NRW-Tag bringt es auf den Punkt: „Demokratie braucht Mut. Wir bilden ihn.“ 
 

Mit VR-Brillen nach Indien reisen

Großes Interesse gab es auch am katho Stand: Dort hatten Interessierte die Möglichkeit, virtuell nach Indien zu reisen. Mit Virtual-Reality-Brillen konnten sie Nachhaltigkeitsmaßnahmen auf dem Campus der katho-Partnerhochschule Christ (Deemed to be University), Bangalore, kennenlernen und erhielten Einblicke in soziale Probleme in Indien wie Gewalt gegen Frauen, Sucht, Armut und Wohnungslosigkeit. Diese Videos sind ein Bestandteil der Lehrmaterialien, die im Rahmen des Projektes „SoL – Social Responsibility and Leadership in Community“ im Rahmen des DAAD-Förderprogramms „SDG Partnerschaften“ entwickelt wurden. 
 

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst besuchte den katho-Stand

Viele interessierte Menschen besuchten am Samstag den katho-Stand auf der Wissenschaftsmeile auf der Universitätsstraße. Sogar der Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) schaute vorbei und kam mit Prodekanin Prof.in Dr.in Andrea Tafferner ins Gespräch, die ihm das Studienangebot der katho vorstellte.

Unter den Besuchern waren auch viele ehemalige Studierende, die sich positiv an ihre Studienzeit an ihrer „familiären katho“ in Münster oder Paderborn erinnerten – so wie Reinhold Harlocher. Der heute 76-Jährige gehörte zu den ersten Studierenden der katho in Münster, die damals noch Katholische Fachhochschule NW (KFH NW) hieß. Nach einem weiteren Studium der Sonderpädagogik an der Universität Dortmund war er bis zur Pensionierung an der Neumühlenschule in Borken als Sonderpädagoge tätig. „Mein Studium an der katho war die ideale Grundlage dafür“, erinnerte sich Reinhold Harlocher. Einige frühere Studentinnen sprachen Prof.in Dr.in Andrea Tafferner persönlich an, die an allen Tagen vor Ort war.

Neben Infoflyern, Broschüren und kleinen Giveaways waren bei den Kindern die grünen katho-Luftballons gefragt, die schwebend an Kinderarmen oder Kinderwägen angebracht das Stadtbild dieser Tage prägten.
 

katho präsentierte ihre Themen auf der Wissenschaftsbühne

Der Besucherstrom riss auch am Sonntag nicht ab. Highlight des letzten Tages waren die Auftritte auf der gegenüberliegenden Wissenschaftsbühne: Hier zeigte Marilena Bekierz, Lehrbeauftragte an der katho, zusammen mit drei Absolvent_innen des Zertifikatskurses Waldpädagogik, wie diese das Naturerleben von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen stärkt und beim Umgang mit dem Klimawandel hilft. Dafür präsentierten sie eine Auswahl an erlebnis- und waldpädagogischen Methoden und bezogen auch das Publikum mit ein. 

Eine Videoarbeit der Berliner Künstlerin Lena Ditte Nissen zu den Verbrechen des Nationalsozialismus, die im Rahmen des kulturpädagogischen Projekts „Grafeneck – Münster // 1940 – heute“ entstand, lockte weitere Interessierte an die Bühne.
 

Drei Forschungsprojekte näher beleuchtet

Im Anschluss präsentierte das Institut für Teilhabeforschung drei Forschungsprojekte der katho, an denen deutlich wurde, wie Bildung zu Empowerment für Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen werden kann: „kusa“ ist ein Kursprogramm für älter werdende Menschen mit chronischer psychischer Erkrankung, mit dem die Teilnehmenden in ihren Kompetenzen und in ihrer Selbstbestimmung gestärkt werden sollen. Die Wirkungen des sozialen Trainingskurses werden von Prof.in Dr.in Christiane Rohleder und ihrem Team evaluiert.  

Ein weiteres Kurskonzept stammt aus Großbritannien und wird unter Leitung von Prof. Dr. Friedrich Dieckmann modernisiert und an deutsche Verhältnisse angepasst. Anne Banzhaf, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, stellte das fünfteilige Programm „Ich mach mich stark!“ vor. Es unterstützt Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung beim Umgang mit Stigmatisierung und Diskriminierung. Jenni Walther, ebenfalls Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut, sprach über ein Fortbildungsprogramm, in dem Menschen mit Behinderung zu ehrenamtlichen Begleiter_innen am Lebensende ausgebildet werden. „HospInk – Hospizbegleitung Inklusiv“ wird geleitet von Prof.in Dr.in Sabine Schäper, die auch die Vorstellung der teilhabeorientierten Forschungsprojekte moderierte. Die anwesenden 50 Besucher_innen stellten interessierte Nachfragen, bevor der NRW-Tag am Abend zu Ende ging.

 

Impressionen

Mit hunderttausenden Besucher_innen war viel los auf dem diesjährigen NRW-Tag in Münster wie hier auf der Wissenschaftsmeile (Universitätsstraße).
Am Freitag konnten die katho-Standbesucher_innen mit Virtual-Reality-Brillen Nachhaltigkeitsmaßnahmen auf dem Campus der katho-Partnerhochschule Christ (Deemed to be University), Bangalore, kennenlernen und erhielten Einblicke in soziale Probleme in Indien.
Auch Prof.in Dr.in Grit Höppner und Amelie Krebs (SHK, links) testen die VR-Brillen.
Gegen Abend präsentierte sich u.a. die katho auf der Wissenschaftsbühne bei einer Talkrunde.
katho-Rektorin Barbara Schermaier-Stöckl (li.), Dr. Antonius Hamers (Leiter des Katholischen Büros in NRW, 2.v.r.)) und Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Dekan der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster, re.) sprachen darüber, wie sich Soziale Arbeit, Christentum und Islam gemeinsam für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft engagieren.
Prof. Dr. Sebastian Laukötter (katho Standort Münster, 2.v.l.) moderierte die kurzweilige Gesprächsrunde.
Einer der ersten Standbesucher_innen am Samstag war Reinhold Harlocher (MItte). Der heute 76-Jährige gehörte zu den ersten Studierenden der katho in Münster, hier mit Prodekanin Andrea Tafferner und Verwaltungsdirektor Meinolf Sprink.
Hoher Besuch auf der Wissenschaftsmeile: Prodekanin Andrea Tafferner im Gespräch mit dem NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst.
Grüne Luftballons lockten am Samstag auch nach einem Regenschauer interessierte Besucher_innen an den Stand.
Bastian Ksoll (SHK, l.) und Sarah Althöfer (Fachbereichsreferentin für Studium Münster, Mitte) betreuten u.a. am Samstag Nachmittag den Stand.
Auch am Sonntag waren die VR-Brillen ein Besuchsmagnet. Mit ihnen können Studierende unter anderem Beratungssituationen virtuell durchspielen und müssen dabei Entscheidungen treffen.
Auf der Wissenschaftsbühne stellten Marilena Bekierz (Lehrbeauftragte, li.) und drei katho-Studierende Elemente aus dem Zertifikatskurs Waldpädagogik vor.
Bei der Gruppenübung Tower of Power müssen Holzklötze – und die darauf beschrifteten Werte zum Klimaschutz – symbolisch in Balance gebracht werden.
Patricia Fink gab einen Input zum kulturpädagogischen Projekt „Grafeneck – Münster // 1940 – heute“.
Das 11-minütige Video setzt sich in Wort und Bild mit den Verbrechen des Nationalsozialismus in der damaligen Tötungsanstalt und heutigen Gedenkstätte Grafeneck auseinander.
Auch für die Forschungsprojekte des Teilhabeinstituts kamen viele Interessierte vor der Wissenschaftsbühne zusammen.
Jenni Walther (2.v.l.) sprach über den Ausbildungskurs zur Inklusiven Hospizbegleitung. Auch Anne Banzhaf (3.v.l.) und Prof.in. Dr.in Christiane Rohleder (1.v.r.) stellten Projekte vor. Prof.in Dr.in Sabine Schäper moderierte diesen abschließenden Programmpunkt.

Fotos: K. Brittig, M. Dirks, M. Sprink, H. Walz

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