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Lebensqualität inklusiv(e)

Innovative Konzepte unterstützten Wohnens älter werdender Menschen mit Behinderung

Angaben zum Projekt

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Prof. Dr. Friedrich Dieckmann

Professor

Münster, Sozialwesen

Prof. Dr. Heinrich Greving

Professor

Münster, Sozialwesen

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Prof. Dr. theol. Sabine Schäper

Professorin für Heilpädagogische Methodik und Intervention

Münster, Sozialwesen

  • Dipl. psych. Christos Giovis
  • Dipl. päd. Susanne Graumann
  • Linda Heele-Bökenkötter (Soziale Arbeit M.A.)
  • Maria Thönnes (Diplom Pädagogin)

Öffentlich gefördertes Kooperationsprojekt durch

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung
(Förderlinie: „Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter“ - SILQUA-FH)
Link: www.bmbf.de/de/13214.php

  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Abteilung Behindertenhilfe, Münster

  • 01.07.2009 – 30.06.2012

Projektbeschreibung

In den nächsten Jahrzehnten wird die Anzahl geistig oder mehrfach behinderter Menschen im Alter stark ansteigen. Zum einen schließt sich die Generationslücke, die durch die Ermordung von Menschen mit Behinderung in der Zeit des Nationalsozialismus in unserer Gesellschaft entstanden ist. Zum anderen steigt die individuelle Lebenserwartung dieser Personenkreise überproportional zu der der Allgemeinbevölkerung.

Zurzeit lebt der überwiegende Teil der Menschen mit einer angeborenen oder früh erworbenen geistigen oder mehrfachen Behinderung im Alter ab 60 Jahren in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe. Daneben wächst jedoch die Gruppe derer, die allein, zu zweit oder in einer Wohngemeinschaft in einer eigenen Wohnung in den Gemeinden lebt und durch Assistenzdienste unterstützt wird. Gleichzeitig nimmt die Anzahl von Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung im Alter zu, die bei ihren Angehörigen oder in deren unmittelbarer Nachbarschaft wohnt. Anbieter von Wohn- und Unterstützungsarrangements jenseits der stationären Vollversorgung sind bislang in keiner Weise darauf eingestellt, Menschen mit Behinderung im Alter bei der Bewältigung ihrer Lebenslagen angemessen zu unterstützen. Innovative Ansätze, die einzelne Träger für ihre je spezifische Situation entwickelt haben, sind im Hinblick auf ihre Übertragbarkeit auf andere Kontextbedingungen bislang weder systematisch evaluiert noch analysiert worden. Diese Lücke soll mit dem Vorhaben geschlossen werden.

  • Vorausschätzung der Altersentwicklung älterer Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung in Westfalen-Lippe für die Jahre 2010 bis 2030 (EDV-gestützte Auswertung aggregierter personenbezogener Daten des überörtlichen Sozialhilfeträgers und Hochrechnungen unter Verwendung eines erprobten Modells, das Angaben über die Überlebenswahrscheinlichkeiten und Wanderungsbewegungen enthält)
  • Darstellung der Lebenssituation alternder Menschen mit Behinderung (Literaturanalyse; Expertengespräche)
  • Dokumentation und Evaluation innovativer Praxiskonzepte (Erstellung von 8-12 Fallstudien mittels qualitativer Erhebungsmethoden)

Ziel des Projekts ist es, auf Basis der Evaluation innovativer Praxismodelle konzeptionelle Bausteine für Wohn- und Unterstützungsarrangements für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung zu entwickeln, die auf den demografischen Wandel individuell passende und tragfähige Antworten geben und an den Leitideen der Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion ausgerichtet sind. Die Ergebnisse werden in Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe in den Gebietskörperschaften in Westfalen-Lippe vorgestellt, um die Teilhabeplanung und die Entwicklung passgenauer Unterstützungsarrangements für älter werdende Menschen mit Behinderung wissenschaftlich fundiert voranzutreiben. Eine Abschlusstagung, eine ausführliche und eine kürzere anwenderorientierte Dokumentation sowie Fachartikel und Tagungsbeiträge sollen dazu dienen, die Ergebnisse bundesweit zu streuen.

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